Die Oberliga-Damen des TV Engers mussten sich am Sonntagabend bei der HSG Kastellaun-Simmern deutlich mit 22:38 (12:17) geschlagen geben. Gegen einen starken Gegner fanden die Engerserinnen über weite Strecken kein richtiges Mittel und mussten die Überlegenheit der Gastgeberinnen anerkennen.
Die Partie begann zunächst ausgeglichen. Engers gelang es in der Anfangsphase, im Angriff Akzente zu setzen und den Anschluss zu halten. Doch schon früh zeigte sich, dass Kastellaun-Simmern in der Abwehr äußerst aufmerksam und konsequent agierte. Die Gastgeberinnen machten die Räume eng, störten den Spielaufbau des TVE effektiv und zwangen Engers immer wieder zu schwierigen Abschlüssen und ungenauen Pässen.
Mit zunehmender Spieldauer schlichen sich bei Engers immer mehr Fehlpässe und Unsicherheiten ein. Dadurch fehlte es im Angriff an Durchschlagskraft und einem flüssigen Zusammenspiel. Auch das Tempospiel kam kaum zur Geltung: Engers gelang es nicht, aus Ballgewinnen schnelle Gegenstöße zu entwickeln und die Gastgeberinnen auf diese Weise unter Druck zu setzen. Zur Halbzeit lag der TVE mit 12:17 zurück, hatte sich aber noch alle Möglichkeiten offengehalten.
Nach dem Seitenwechsel wurde der Unterschied zwischen beiden Mannschaften deutlicher. Kastellaun-Simmern blieb in der Deckung stabil, nutzte die Fehler der Engerserinnen konsequent aus und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Dem TVE fehlten zunehmend die Sicherheit und die spielerischen Mittel, um noch einmal entscheidend heranzukommen. Die Gastgeberinnen präsentierten sich in dieser Begegnung einfach eine Klasse besser und ließen keinen Zweifel daran, wer die Halle als Sieger verlassen würde. Hinzu kam, dass Engers deutlich mehr Zwei-Minuten-Zeitstrafen hinnehmen musste als die Gastgeberinnen. Doch auch die Phasen, in denen der TVE selbst in Überzahl agierte, konnten nicht genutzt werden, um den Rückstand zu verkürzen oder dem Spiel eine neue Richtung zu geben.
Am Ende stand eine deutliche 22:38-Niederlage für den TV Engers. Gegen eine derart starke Mannschaft reichte die eigene Leistung nicht aus. Für die kommenden Aufgaben gilt es nun, die Fehlerquote zu reduzieren, im Angriff wieder mehr Sicherheit zu gewinnen und als Mannschaft geschlossen aufzutreten.


