Der TV Engers musste sich im Pokal-Viertelfinale der HSG Wittlich (Regionalliga RPS) mit 17:30 (8:17) geschlagen geben. Gegen den klassenhöheren Gegner aus der vierthöchsten Spielklasse zeigte Engers – selbst eine Liga darunter angesiedelt – vor allem in der zweiten Halbzeit Moral und Widerstandskraft.
Erschwert wurde die Aufgabe zusätzlich dadurch, dass Engers nicht in voller Besetzung antreten konnte. Einige Spielerinnen fehlten, sodass der Kader kleiner als gewohnt war. Wittlich nutzte seine körperliche und spielerische Überlegenheit in der ersten Hälfte konsequent aus und setzte sich früh ab.
Nach der Pause präsentierte sich der TV Engers deutlich stabiler. Mit mehr Mut im Angriff und einer besseren Abstimmung in der Defensive gelang es, das Spiel offener zu gestalten. Lea Schwarzer und Joline Klescher waren mit je vier Treffern die erfolgreichsten Werferinnen. Auch die Torhüterinnen vom TVE zeigten heute viele tolle Paraden und verhinderten so eine deutlich höhere Niederlage.
Spielertrainerin Derya Akbukut, die diesmal ausschließlich an der Seitenlinie stand, ordnete die Partie realistisch ein:
„Man hat gesehen, dass wir heute gegen eine Mannschaft aus einer höheren Liga gespielt haben – und das auch noch mit einem kleinen Kader. In der ersten Halbzeit waren wir zu nervös und zu fehlerhaft.“
Gleichzeitig hob sie die Leistung nach dem Seitenwechsel hervor:
„In der zweiten Halbzeit haben wir uns deutlich besser verkauft. Die Mädels haben gekämpft, sich nicht hängen lassen und phasenweise richtig guten Handball gespielt. Darauf können wir aufbauen.“
Trotz des Ausscheidens bleibt die Erkenntnis: Der TV Engers konnte einem klassenhöheren Gegner ab und zu mal Paroli bieten – und wichtige Erfahrungen für den weiteren Saisonverlauf sammeln.
