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Mit 21:16 (11:10) gewannen die Handballdamen des TV Engers ihr Spiel bei der HSG Kastellaun/Simmern und nahmen 2 wichtige Punkte mit nach Hause.

Die Mannschaft der HSG Kastellaun/Simmern, sicher eine der erweiterten Favoriten der Liga und bekannt heimstark, legte los wie die Feuerwehr. In den Anfangsminuten drohte der TV Engers förmlich überrollt zu werden. Nach knapp 4 Minuten stand es bereits 4:0 für die Gastgeberinnen, ehe der TVE durch Derya Akbulut und einen Siebenmeter zum ersten Treffer kam. Doch die Mannschaft von Trainerin Heike Stanowski ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Stanowski nahm frühzeitig die Auszeit, stellte die Abwehrformation um und fortan war der TVE hellwach. Die Abwehr war jetzt das gewohnte Bollwerk und die Angreiferinnen der HSG taten sich zunehmend schwerer. Überragend beim TVE, Alexandra Irmgartz-Oberländer im Tor. Sie brachte mit ihren Paraden die HSG Angreiferinnen schier zur Verzweiflung.

Im Gegensatz zum Spiel der HSG, lief es nun beim TV Engers. Im Mittelpunkt Derya Akbulut. Ob als „Ballklauerin“ in der Abwehr, präzise Anspielerin im Angriff, oder als erfolgreiche Torschützin, alles lief über sie. Hiervon profitierten auch ihre Mitspielerinnen, allen voran Kathi Marx, Jenna Wadle und Anne-Lena Thiel, die sich allesamt immer wieder gut in Szene setzen konnten.

Innerhalb von 8 Minuten hatte der TVE aus dem 1:4 ein 7:6 gemacht und der HSG damit bereits vorentscheidend den Zahn gezogen. Zwar hielten die Gastgeberinnen bis zur Halbzeit noch einigermaßen mit, das lag aber daran, dass die TVE Angreiferinnen reihenweise klare Torchancen ausließen. Zur Halbzeit stand es somit 11:10 für den TVE.

Das erste Tor in Hälfte zwei gelang der HSG zum 11:11. Danach entwickelte sich ein Spiel, an dem Betonmischer ihre wahre Freude gehabt hätten. 6 Minuten lang fiel weder hüben noch drüben ein Tor. Die HSG rannte wütend, aber relativ kopflos gegen das Engerser Tor an. Die TVE Abwehr, um Anne Kinzer und Kerstin Neckel stand bombensicher und hatte die Angreiferinnen routiniert im Griff. Den Rest erledigte Alexandra Irmgartz-Oberländer. Aber auch der Angriff des TVE hatte zu diesem Zeitpunkt Ladehemmung. Das Ganze dauerte bis zur 37. Minute. Erst dann erzielte der TVE das 12:11 und nach wiederum 5 Minuten stand es erst 14:12. Durch die starke TVE Abwehr verunsichert, traute sich bei der HSG fast niemand mehr einen Torwurf zu. Inzwischen kam im Engerser Tor Kerstin Marci zum Einsatz und machte zum Einstand gleich 2 Siebenmeter Strafwürfe für die HSG zunichte. Ein ganz starker Auftritt.

Jetzt verstand es das Engerser Team auch, die Schwächen der Gegnerinnen konsequent auszunutzen. Engers baute den Vorsprung kontinuierlich auf 18:12 aus und hatte das Spiel damit auch vom Ergebnis her im Griff. Zwar kam die HSG von der 52. bis zur 54. Minute durch Engerser Unaufmerksamkeiten nochmal auf 18:15 heran, das änderte aber nichts mehr am starken Auftritt der Gäste. Engers zog wieder auf 20:15 davon und war Herr der Lage. Am Ender hieß es hochverdient 21:16 für den TV Engers.

Schiedsrichter Daniel Freese war ein guter Leiter, hatte mit der Partie keinerlei Probleme und leitete das Spiel souverän über die Zeit.

TV Engers: Alexandra Irmgartz-Oberländer, Kerstin Marci, Birgit Peusens (1), Anne-Lena Thiel (4/1), Kerstin Neckel, Derya Akbulut ( 7/2), Sarah Akolk, Anne Kinzer, Marie Grosser, Lara Mohrs (1), Jenna Wadle (3), Patricia Bäck, Kathi Marx (5).